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Vorarlberger Seilbahnen noch nicht auf „Vor-Corona“-Niveau

Mit einem Kassenumsatz von 139,4 Millionen Euro und 5,0 Millionen Ersteintritten in der vergangenen Wintersaison 2021/22 sind die Vorarlberger Seilbahnen auf dem richtigen Weg zurück zu einer wirtschaftlichen Normalität. Allerdings konnten sie noch nicht an die vergangene Saison vor der Pandemie anknüpfen. Corona und Energiekosten werden die Branche noch weiter beschäftigen. 

„Im Gegensatz zur vergangenen Wintersaison stehen wir in der Saison 2021/22 durchaus besser da. Allerdings handelte es sich bei dem Winter 2020/21 um eine absolute Ausnahmesaison im negativen Sinne. Erfreulich ist jedenfalls, dass wir uns wieder den Zahlen aus der Zeit vor der Pandemie annähern“, erläutert Andreas Gapp, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Seilbahnen. Auf das „Vor-Corona-Niveau“ würden aber immer noch 700.000 Ersteintritte beziehungsweise 7,6 Prozent Kassenumsatz fehlen. „Inflationsbereinigt müssten es sogar um die elf Prozent mehr Umsatz sein, damit wir wieder an 2018/2019 anknüpfen könnten“, führt Gapp weiter aus. 

Appell für Planbarkeit im nächsten Winter
Während manche Stammgäste pandemiebedingt generell auf den Winterurlaub verzichteten, wichen andere Gäste auch heuer auf die Schweiz aus, wo diesen und auch vergangenen Winter weniger strenge Sicherheitsrichtlinien galten. Das konnte bei Urlaubern aus Deutschland oder den Niederlanden, teilweise aber auch bei Vorarlbergern beobachtet werden. „In Übereinstimmung mit der gesamten Tourismuswirtschaft fordern wir für die kommende Herbst-Winter-Saison Planbarkeit in Bezug auf etwaige Corona-Regeln“, appelliert Gapp an die Bundesregierung. „Am Beispiel der Schweiz sehen wir, dass eine liberalere Corona-Politik durchaus auch mit den berechtigten gesundheitspolitischen Zielen vereinbar ist“, gibt Gapp die gewünschte Richtung vor. 

Steigende Energiekosten treffen Seilbahnen
Negativ auf die Nächtigungs- und Gästezahlen wirkte sich gegen Ende dieser Saison auch der Ukrainekrieg aus. Die Folgen dieser Krise werden die Seilbahnen noch auf andere Weise beschäftigen: „Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir davon ausgehen, dass sich die stark steigenden Energiekosten rasch auch auf die Ticketpreise auswirken werden“, gibt Gapp zu bedenken. „Wie hoch diese Steigerung sein wird, können wir im Moment noch nicht abschätzen. Wir werden die Ticketpreise für die kommende Wintersaison wie gewohnt im Herbst bekanntgeben.“

Factbox Zwischenbilanz Winter: 

Absolute Zahlen Dezember 2021 bis März 2022

5,0 Mio. Ersteintritte

  • minus 700.000 im Vergleich zu 2018/19

139,4 Mio. € Kassenumsatz

  • minus 7,6 Prozent im Vergleich zu 2018/19

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