Regional vergeben – die Region beleben
© Mauche Daniel

Regional vergeben – die Region beleben

Neu aufgelegtes Handbuch zur Regionalvergabe zeigt Chancen und Möglichkeiten für eine regionale Vergabe auf


Für Land, Wirtschaftskammer und Gemeindeverband ist klar: Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge müssen die gesetzlichen Spielräume bestmöglich genützt werden, damit heimische Unternehmen in der Region zum Zug kommen und Wertschöpfung im Land gehalten werden kann. Das neu überarbeitete „Handbuch zur Regionalvergabe 2022“ wartet mit einer Reihe von Praxisbeispielen und Empfehlungen an die Gemeinden auf, wie sie im Rahmen von Auftragsvergaben die regionale Wirtschaft gezielt unterstützen können. „Wir wollen damit die Chancen und Möglichkeiten für eine regionale Vergabe aufzeigen“, betonten Landesrat Marco Tittler, Gemeindeverbandspräsidentin Andrea Kaufmann und Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler im heutigen (Donnerstag) Pressegespräch.

„Jede öffentliche Vergabe an ein regionales Unternehmen stärkt die Gemeinschaft insgesamt und ist ein wichtiger Beitrag zur Regionalität“, führte Landesrat Tittler an: „Hier geht es um Wertschöpfung und Kaufkraft in der Region, um örtliche Nahversorgung und Arbeitsplätze, um Wohlstand und Lebensqualität.“ 

Öffentliche Hand ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

„Öffentliche Auftraggeber sind in Österreich ein ganz wesentlicher Wirtschaftsfaktor, alleine die Gemeinden in Vorarlberg tätigen jährlich Investitionen von weit über 100 Millionen Euro“, informierte Gemeindeverbandspräsidentin Kaufmann. Eine Auftragsvergabe an ein regionales Unternehmen bedeutet, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und so auch den Menschen darin zu Gute kommt. Das vorliegende Vergabehandbuch soll vor allem kleineren Gemeinden Unterstützung bei ihren Einkäufen bieten. Öffentliche Auftraggeber müssen sich, da sie mit Steuergeldern agieren, an zahlreiche Vorschriften halten. Vor allem das Bundesvergabegesetz ist eine komplexe Rechtsmaterie. Das Handbuch zeigt legale Wege auf, wie man als Gemeinde rechtskonform im Sinne des Bundesvergabegesetzes einkaufen kann und auch noch Unternehmern vor Ort eine Möglichkeit bieten kann, an Ausschreibungen teilzunehmen.

Das Handbuch wurde von der Wirtschaftskammer Vorarlberg in Zusammenarbeit mit den Vergabeexperten Schramm Öhler Rechtsanwälte im Jänner 2022 herausgebracht. „Es ist quasi ein gedrucktes Navigationsgerät für Ausschreibungen, die auf die kleinstrukturierte regionale Wirtschaft fokussiert sind. Wertvolle praktische Tipps für öffentliche Auftraggeber wie Bestangebotskriterien und ein Muster für eine Vergabeordnung finden sich ebenfalls im Buch“, informierte Wirtschaftskammerpräsident Metzler. Den Schluss bildet eine grafische Aufbereitung von Abläufen der gängigsten Vergabeverfahren, das Glossar und ein Muster für eine Eigenerklärung im Unterschwellenbereich - Metzler: „Nutzen wir daher gemeinsam die vorhandenen Chancen und Möglichkeiten – ganz im Sinne der Regionalität auf Vorarlberger Art“.

Das Handbuch zur Regionalvergabe wird an alle BürgermeisterInnen bzw. Gemeinden und weitere Institutionen (Illwerke/VKW, KHBG) verschickt. Ein kostenloser Download ist auch über www.wkv.at/vergabe möglich.

Weitere Newsmeldungen

Norbert Lux (Green Brands), Christine Schwarz-Fuchs (BuLu-Geschäftsführerin),  Dr. Kurt Fischer (Bürgermeister Lustenau)

Buchdruckerei Lustenau mit Green Brands Award ausgezeichnet

Die Buchdruckerei Lustenau (BuLu) erhielt als erstes Unternehmen österreichweit zum sechsten Mal in Folge den Green Brands Award.

5.8.2022
Mehr lesen

Seit 1. August - Lockerung der Corona-Maßnahmen bringt Ende für Corona-Quarantäne

Die heute von der Bundesregierung angekündigte Lockerung der Corona-Maßnahmen führt zu einem Ende der Corona-Quarantänepflicht ab 1. August 2022. Wer sich nicht krank fühlt, kann demnach auch nach einem positiven Corona-Test das Haus verlassen, ist allerdings bestimmten Verkehrsbeschränkungen unterworfen. Dies bedeutet, dass eine FFP2-Maske getragen werden muss.

5.8.2022
Mehr lesen

Start-up-Barometer Vorarlberg 2022: Verhaltener Optimismus trotz Krisen

Das aktuelle Stimmungsbild aus der heimischen Start-up-Szene ist da – vor allem liegt deren Fokus auch 2022 wieder verstärkt auf konsequenter Vernetzung. Außerdem: Die vielfältigen Beratungsangebote werden sehr positiv und immer stärker nachgefragt – und zwar nicht nur in der Gründungs-, sondern auch in der Wachstumsphase.

2.8.2022
Mehr lesen
zurück zur News- & Meinungenübersicht