© Roland Paulitsch

Mehrwertsteuer auf Bücher senken!

„Die steigenden Papierpreise sowie die hohen Energie- und Transportkosten werden zunehmend zum Problem für die heimischen Buchhändler:innen. Daher braucht es dringend Unterstützungsmaßnahmen, wie etwa eine Senkung der Mehrwertsteuer“, betont Rebekka von der Thannen im Rahmen des Internationalen Tag des Buches und Urheberrechts.

Die Entwicklung des heimischen Buchhandels war schon vor den aktuell zu bewältigenden Krisen – Pandemie und Ukraine-Krieg – alarmierend: Die Zahl der Buchhändler:innen im Land nimmt stetig ab. „Die vergangenen zwei Jahre waren sehr schwierig für die Buchwirtschaft, die vielen Lockdowns haben sich negativ auf unseren Umsatz ausgewirkt“, erklärt die Obfrau der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft, Rebekka von der Thannen, und führt aus: „Die von der Bundesregierung zu Beginn der Krise eingerichtete Senkung der Umsatzsteuer auf Bücher von zehn auf fünf Prozent war für die heimischen Betriebe essenziell. Diese Maßnahme hätte beibehalten werden müssen, denn die andauernden Lieferengpässe sowie die massiven Teuerungen beim Papier sowie den Energie- und Transportkosten wirken sich drastisch auf unsere Branche aus.“ Zudem zähle Österreich im EU-Vergleich zu den Ländern mit der höchsten Mehrwertsteuer auf Bücher, was zu einer Wettbewerbsverzerrung führe, ergänzt von der Thannen. So habe beispielsweise Deutschland einen Steuersatz von sieben, die Schweiz und Liechtenstein gar nur von 2,5 Prozent. Mehr Fairness soll diesbezüglich die neue EU-Verordnung bringen, die eine Gleichstellung aller Mitgliedsstaaten vorsieht. Aufgrund dieser neuen Regelung könnte auch Österreich den Steuersatz für Bücher deutlich – sogar unter fünf Prozent – senken. 

Bildung von klein auf

Bücher erfüllen neben der Unterhaltung eine zusätzliche Funktion, stellt von der Thannen klar: „Sie tragen maßgeblich zur Bildung, zum kulturellen Leben sowie zur Meinungs- und Informationsvielfalt bei und sollten allein aus diesem Grund von einer Mehrwertsteuer befreit werden. Lesen, aber vor allem das Vorlesen schaffen die Basis für Bildung.“

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