© Miro Kuzmanovic

Einrichtungsfachhandel trotzt der Krise

Die heimischen Händlerinnen und Händler sind auf einem guten Kurs und blicken optimistisch auf das neue Jahr. Erneute Lockdowns würden positive Stimmung aber deutlich trüben.

Die Bilanz für das vergangene Jahr gibt dem Vorarlberger Einrichtungsfachhandel Grund positiv in die Zukunft zu blicken. Trotz einiger Lockdowns, unter anderem in der so wichtigen Vorweihnachtszeit, sind die Möbelhändler:innen und Raumausstatter:innen gut durch das zweite Pandemiejahr gekommen. „Ein Grund liegt vermutlich darin, dass die meisten von uns noch nie so viel Zeit in den eigenen Wänden oder im Garten verbracht haben, wie in den vergangenen zwei Jahren. Das hat dazu geführt, dass vielen von ihnen, dass eine oder andere Manko wirklich bewusst geworden ist und das jetzt geändert wurde“, erklärt der Obmann des Vorarlberger Einrichtungshandels Harald Künzle. Der Trend zu „Schöner Wohnen“ hat aber noch einen anderen Grund: Die eigenen vier Wände haben in der Krise definitiv an Bedeutung gewonnen. Das Daheim wird in unsicheren Zeiten als geborgene Zuflucht empfunden. Die Kunden seien, zumindest im Fachhandel, auch bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Es geht dabei nicht nur um Möbel, sondern auch um ganze Raumkonzepte. In Krisenzeiten kommt dies nicht von ungefähr: „Viele, die Ersparnisse auf der hohen Kante haben, sind verunsichert. Sie investieren daher lieber das Geld, als es auf dem Konto oder dem Sparbuch zu lassen.“  

Kompetente Beratung ist entscheidender Faktor 
Die Kund:innen legen gerade beim Möbelkauf viel Wert auf exzellente Beratung, aber auch die Möglichkeit, die gewünschten Stücke Probe zu sitzen oder deren Farbe in Echt zu sehen, sind wichtige Argumente, die für einen Kauf im stationären Möbelhandel sprechen. „Qualität und kompetente Beratung für individuelle Wünsche unserer Kunden sind unsere Stärken“, betont Harald Künzle und stellt klar: „Darum gilt es viel in die Lehrlingsausbildung zu investieren, um auch künftig mit exzellentem Service überzeugen zu können. Auch wir spüren den Fachkräftemangel deutlich und die Unsicherheit durch die Pandemiebedingten Schließzeiten verstärken diesen zunehmend. Zudem wächst die Konkurrenz durch den Online-Handel stetig.“

Wohntrends der Zukunft
Die Digitalisierung macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht Halt. Roboting, Smart living und Home Connect sind nur einige Beispiele. Zudem wird der Wohnraum kleiner, es gibt immer mehr Singlehaushalte, Wohnungswechsel finden öfter statt. „Der Wunsch nach Flexibilität und komplett möblierten Wohnungen, ob bei Kauf oder Miete, wird immer größer“, erklärt Künzle: „Der Trend geht in Richtung Konzepte gemeinsam mit Bauträgern anzubieten, sprich Konzeptlösungen, da sind wir als Einrichtungsfachhandel der ideale Partner.“

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