Andreas Gapp
© Oberstdorf Kleinwalser Bergbahnen

Der 3-G-Winter kann kommen – gewohnt und doch neu

Die Verordnung für die kommende Wintersaison ist da und damit die Gewissheit: Die 3-G-Regelung, die mittlerweile zum gewohnten Alltag gehört, wird nun auch erstmals Einzug in die Skigebiete halten. Das wird nicht zuletzt auch von den Gästen selbst erwartet, die nach entsprechender Sicherheit verlangen. Und obwohl sich die Seilbahnwirtschaft einig ist, dass manche Details praktikabler gestaltet sein könnten, ist man in erster Linie froh, endlich Klarheit zu haben und entsprechend planen zu können. 

Die Verordnung für die kommende Wintersaison ist durch und damit stehen nun auch die Spielregeln für die Skigebiete fest. „Wir sind froh, dass wir endlich planen können. Dass an einer 3-G-Regelung kein Weg mehr vorbeiführt, war uns schon länger klar – und diese wird vom Gast auch eingefordert. Obwohl die 3-G-Regelung in den Skigebieten neu ist, so ist sie mittlerweile doch ein gewohnter und selbstverständlicher Teil unseres gesellschaftlichen Lebens geworden“, erklärt Andreas Gapp, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg und ergänzt: „Uns ist es von Anfang an darum gegangen, dass Lösungen gefunden werden, die sowohl für die Gäste als auch für die Betreiber praktisch gut umsetzbar sind. Wir freuen uns daher, dass es diesen Winter keine Kapazitätsbeschränkungen gibt und sich damit auch die Anstelldauer für die Gäste reduziert. Wir hätten uns jedoch eine andere Lösung für Schüler ab zwölf Jahren gewünscht. Darüber hinaus wird die Kontrolle der Zertifikate auf ihre Gültigkeitsdauer hin – die von Land zu Land variiert – für die Mitarbeitenden an den Kassen sicher eine Herausforderung.“ Während man dies hätte besser regeln können, so zeigen sich die Vorarlberger Bergbahnen aber zufrieden mit der Lösung für die Mehrtageskarten. „So wie wir die Regelung verstanden haben, können Hoteliers ihren Übernachtungsgästen für die Dauer ihres Aufenthaltes Mehrtageskarten ausstellen, selbst wenn diese nicht geimpft oder genesen sind. Schließlich befinden sich die Gäste im Testsystem und müssen für ihre Unterkunft ohnehin durchgehend einen 3-G-Nachweis erbringen“, sagt Gapp. 

Ein Winter, der Neues und Gewohntes verbindet

Auch bei den Saison- und Jahreskarten gilt die 3-G-Regelung, allerdings muss hier klar zwischen den einzelnen ‚G‘ differenziert werden. „Geimpfte und Genesene müssen nur einmalig beim Erwerb der Karte ihren 3-G-Nachweis vorzeigen und können die Saison- oder Jahreskarte im Anschluss uneingeschränkt und wie gewohnt verwenden. Getestete können ebenfalls eine Saisonkarte erwerben und auch nutzen. Der große Unterschied besteht aber darin, dass ihre Karte nur für die Gültigkeitsdauer ihres Testzertifikats freigeschalten und dann wieder gesperrt werden muss. Ist ihr Testzertifikat also abgelaufen, müssen sie bei ihrem nächsten Besuch an der Kassa einen neuen gültigen Testnachweis vorweisen“, erklärt Gapp. In weiterer Folge ist es auch nur konsequent, dass laut der neuen Verordnung die gesetzliche Beförderungspflicht entfällt, wenn der 3-G-Nachweis nicht erbracht wird. Saison- und Jahreskarten, die bereits vor dem 15. November 2021 (und damit vor der 3-G-Pflicht) verkauft wurden, müssen von den Seilbahnbetreibern gesperrt werden, bis der 3-G-Nachweis erfolgt. „Es wurden sicher nicht alle Details optimal gelöst. Aber nun ist es nicht mehr an der Zeit zu jammern, denn damit würden wir nur weitere Verzögerungen schaffen – das wollen wir nicht und das wollen unsere Gäste nicht. Was wir brauchen, ist Planungssicherheit und Klarheit. Wir wollen endlich umsetzen – und das tun wir jetzt. Die Gäste dürfen sich auf einen Winter freuen, der Neues und Gewohntes so miteinander verbindet, dass alle Beteiligten Spaß beim Skifahren haben und sich dabei sicher fühlen“, betont Gapp abschließend. 

Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg

Die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg vertritt die Interessen von 71 Mitgliedern und 32 Skigebieten. Vorarlbergweit sind 303 Bahnen und Lifte in Betrieb, die insgesamt rund 1.000 Pistenkilometer bedienen. Durchschnittlich sind über 1.000 Mitarbeiter und 20 Lehrlinge bei den Vorarlberger Seilbahnbetrieben beschäftigt. Jährlich erwirtschaften die Vorarlberger Seilbahnen einen Nettoumsatz aus Personenbeförderung von rund 150 Millionen Euro und reinvestieren im Schnitt 50 Millionen Euro. 

Factbox Seilbahnen Vorarlberg:

Vorstand:
Obmann Dr. Andreas Gapp (Kleinwalsertaler Bergbahn AG)
Obmann-Stv. Mag. Christoph Pfefferkorn (Skilifte Lech Ing. Bildstein GmbH)
Obmann-Stv. Thomas Lerch (Gargellner Bergbahnen GmbH & Co KG)

Geschäftsführer
Mag. Michael Tagwerker

Mitglieder: 71 Betriebe, 32 Skigebiete

Liftanzahl: 303 Seilbahnen, Sessellifte, Schlepplifte


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