Dr. Peter Vogler, Sparenobmann Markus Kegele und LR Christian Gantner
© Mauche Daniel

Bevölkerung bestätigt große Bedeutung des Tourismus für Vorarlberg

Der Tourismus ist für 91,3 Prozent der Vorarlberger:innen ein wichtiger Arbeitgeber, für fast 89 Prozent ein wichtiger Wirtschaftszweig und für fast 80 Prozent trägt er zum Wohlstand des Landes bei. Die Erkenntnisse aus der vorliegenden Online-Umfrage werden in die Arbeit der Tourismusstrategie 2030 miteinfließen.

Im Rahmen des aktuell laufenden Tourismusstrategie 2030-Prozesses wurde erhoben, wie die Vorarlberger Bevölkerung über den Tourismus denkt. Die breit angelegte Online-Umfrage zeigt: Für die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ist die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus unbestritten. „Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die im Rahmen der Entwicklung der Tourismusstrategie 2030 im Zeitraum 24. April bis 17. Mai dieses Jahres durchgeführt worden ist. Dabei stimmen 91,3 Prozent der 1.329 Befragten der Aussage zu, dass die Tourismusbranche ein wichtiger Arbeitgeber ist. 88,8 Prozent sehen im Tourismus einen bedeutenden Wirtschaftszweig, vor allem für die Talschaften (85,1 Prozent), der die Kaufkraft steigert und zum Wohlstand des Landes beiträgt (Zustimmung: 79,9 Prozent)“, erklärt Studienautor Dr. Peter Vogler

Für Tourismuslandesrat Christian Gantner ist die Tatsache, dass zwei Drittel der Bevölkerung dem Tourismus in Vorarlberg positiv gegenüber stehen eine sehr erfreuliche Basis, auf der sich aufbauen lässt. „Dieser hohe Zuspruch gründet vor allem auf der Art und Weise, wie wir Tourismus in Vorarlberg leben. Nämlich authentisch und qualitätsvoll. Bei uns ist Gastgeben keine plumpe Inszenierung, keine Schein- und Zauberwelt und wir haben keine ,Ressort-Ghettos‘. Unser touristisches Angebot entsteht aus der DNA der Region und der Menschen die dort leben. Für uns ist jeder Gast Mitbewohner auf Zeit“, betont Gantner. Wirtschaften in Talschaften und Bergen müsse möglich sein, da sonst die Gefahr einer Abwanderung bzw. einer landschaftlichen Veränderung besteht. „Käseglocken-Naturschutz ist für mich nicht nachhaltig. Der Tourismus ist Impuls- und Zukunftsgeber für unsere Regionen“, sagt LR Gantner. 

Die Erkenntnisse aus der vorliegenden Online-Umfrage geben wesentliche Rückschlüsse auf Stärken und Entwicklungspotenziale des Vorarlberger Tourismus. „Wir freuen uns, dass durch die große Beteiligung an der Umfrage mit 270 freien Textnennungen ein wichtiger Input für den Strategieprozess geliefert wurde. Wichtig ist uns als Branche dabei, Tourismus neu zu denken und die vorhandenen Strukturen weiterzuentwickeln. Und das wollen wir unter einer breiten Beteiligung der Bevölkerung tun“, betont Tourismus-Spartenobmann Markus Kegele. Die Evaluierung habe die in der Pandemie bereits spürbar gewordene volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Vorarlberg bestätigt. Spartenobmann Kegele: „Daran knüpft auch eine Wertschöpfungsstudie an, die wir am 22. Oktober der Öffentlichkeit vorstellen werden. Aber es wird auch klar aufgezeigt, dass wir noch einige Arbeit vor uns haben, um die Bedeutung des Tourismus im Bewusstsein der Bevölkerung noch tiefer zu verankern.“ 

Detailergebnisse aus der Online-Umfrage

Besondere Stärken schreiben 94,3 Prozent der Vorarlberger:innen dem Tourismus im Bereich des Winterurlaubs zu. Immerhin 78,7 Prozent der Befragten bescheinigen Vorarlberg, für Sommerurlaube attraktiv zu sein, während nur 45,2 Prozent das für Pauschalreisen sehen. 86,7 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass Vorarlberger:innen gute Gastgeber:innen sind.  

Differenzierte Aussagen zu Auswirkungen des TourismusDie Zustimmung zu den positiven Faktoren des soziokulturellen Beitrags des Tourismus ist mit 53 Prozent am höchsten. Mehrheitlich positive Auswirkungen auf die ökologische Entwicklung durch den Tourismus sehen 44,1 Prozent, vor allem aufgrund der Urlaubsmöglichkeiten in unberührter und idyllischer Natur (76,7 Prozent), der Pflege von Ortskernen, Naturräumen und Erholungsgebieten (61,5 Prozent), sowie dem Profit der Landwirtschaft durch den Tourismus (59,4 Prozent). Eine Minderheit von 18 Prozent sieht die ökologischen Auswirkungen kritisch, 11,6 Prozent sehr kritisch, und 27 Prozent sind bei dieser Frage mit „teils/teils“-Antworten unentschieden. Bei den Auswirkungen auf die Infrastruktur und Freizeiteinrichtungen durch den Tourismus sieht 71,4 Prozent der Befragten eine Verbesserung des Gastronomie- und Kulinarik-Angebots sowie einen Ausbau vorhandener Freizeit- und Kultureinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten (54,4 Prozent), der öffentlichen Infrastruktur (51,6 Prozent) und des gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetzes inklusive Rad- und Straßenwege sowie des öffentlichen Verkehrs (48,8 Prozent).

Zur Umfrage

Die Umfrage wurde vom Institut für Partizipation und Analyse (iPART) im Zeitraum von 24. April bis 17. Mai 2021 online durchgeführt. Insgesamt haben sich 1.329, in Vorarlberg lebende Personen ab 15 Jahren beteiligt. Die präsentierten Ergebnisse wurden gemäß dem Bevölkerungsschlüssel gewichtet und repräsentieren somit statistisch die Vorarlberger Bevölkerung.

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