Andreas Gapp
© Oberstdorf Kleinwalser Bergbahnen

Bergbahnen schließen: „Zeit des Zögerns ist vorbei“

Die Vorarlberger Bergbahnen müssen ihren Betrieb einstellen – stehen aber hinter dem Lockdown. Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens ist er leider alternativlos. Nun ist die Politik gefordert, diese Zeit sinnvoll zu nutzen, um zu verhindern, dass sich das Szenario von vergangenem Jahr wiederholt. 

Die Vorarlberger Bergbahnen erachten den bundesweiten Lockdown als alternativlos. Es geht jetzt vor allem darum, Menschenleben zu schützen und auf wirtschaftlicher Ebene die Wintersaison zu sichern. Die nächsten Wochen müssen nun sinnvoll genutzt werden: „Wir fordern von der Politik, dass sie alle notwendigen Schritte setzt, damit sich das Szenario von vergangenem Jahr nicht wiederholt und ein Lockdown auf den nächsten folgt. Es darf daher in den kommenden drei Wochen nicht nur darum gehen, dass sich das aktuelle Infektionsgeschehen beruhigt, sondern dass es in Zukunft erst gar nicht mehr so weit kommt“, erklärt Andreas Gapp, Obmann der Fachgruppe der Vorarlberger Seilbahnen und ergänzt: „Es ist nicht fünf vor zwölf. Es ist jetzt Punkt zwölf. Noch besteht die Chance, die Saison zu retten. Dafür muss die Politik aber wieder die Kapazitäten für Testungen hochfahren und Maßnahmen setzen, um die Impfquote im Land zu steigern. Denn nur darum geht es am Ende des Tages. Wir haben Angst vor einem Winter wie 2020/21.“ 

Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg

Die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg vertritt die Interessen von 71 Mitgliedern und 32 Skigebieten. Vorarlbergweit sind 303 Bahnen und Lifte in Betrieb, die insgesamt rund 1.000 Pistenkilometer bedienen. Durchschnittlich sind über 1.000 Mitarbeiter und 20 Lehrlinge bei den Vorarlberger Seilbahnbetrieben beschäftigt. Jährlich erwirtschaften die Vorarlberger Seilbahnen einen Nettoumsatz aus Personenbeförderung von rund 150 Millionen Euro und reinvestieren im Schnitt 50 Millionen Euro. 

Factbox Seilbahnen Vorarlberg:

Vorstand:         Obmann Dr. Andreas Gapp (Kleinwalsertaler Bergbahn AG)
Obmann-Stv. Mag. Christoph Pfefferkorn (Skilifte Lech Ing. Bildstein GmbH)

                        Obmann-Stv. Thomas Lerch (Gargellner Bergbahnen GmbH & Co KG)

                        Geschäftsführer Mag. Michael Tagwerker

Mitglieder:       71 Betriebe, 32 Skigebiete

Liftanzahl:        306 Seilbahnen, Sessellifte, Schlepplifte

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